Die
derzeitige Besetzung besteht aus 8 krummen Tenorzinken, 1 Bassposaune, 4
Tenorposaunen, 1 Altposaune, 1 Zugtrompete, 1 Tambourin und 1 Trommel. Der Zink (ital. Cornetto) ist ein Blasinstrument aus Holz
mit einer konischen Schallröhre, sieben Grifflöchern, sowie einem
Kesselmundstück aus Horn und wird vom Ansatz her wie eine Trompete geblasen. Die
Spielweise des Zinken kann man als schwierig
bezeichnen, da der Ziehbereich der einzelnen Töne sehr groß ist und daher vom
Spieler neben einem guten Ansatz auch ein feines Musikgehör erfordert. Der Zink verlor vielleicht auch deshalb in der Musizierpraxis
im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr an Bedeutung.
Ein
ebenfalls nicht mehr gebräuchliches Musikinstrument ist unsere Zugtrompete. Die
Spieltechnik diese Instruments ist ungewöhnlich, denn der Bläser hält die
Zugtrompete mit der einen Hand dicht hinter dem Mundstück, während er mit der
anderen Hand das übrige Instrument an dem einen Zug hin und her bewegt. Im
Gegensatz zu einer Fanfare, kann dadurch eine chromatische Tonskala gespielt
werden.
Gegen Ende
des 14. Jahrhunderts veränderten dann kluge Instrumentenbauer diese
Auszugsvorrichtung in einen U-förmigen Posaunenzug und es entstand die
wesentlich handlichere Posaune, so wie sie auch heute noch gespielt wird. In
unserer Gruppe werden verschiedenen Arten von Posaunen verwendet. Neben der
kleinen Altposaune, sind 4 Tenorposaunen und eine Bassposaune besetzt.
Zahlreiche
Abbildungen und Instrumentenverzeichnisse aus dem Mittelalter belegen die
vielfache Verwendung von Zinken, Posaunen und Schlagwerk bei kirchlichen und
weltlichen Anlässen. Im späten 17. Jahrhundert begann der Zink allmählich an
Bedeutung zu verlieren und wurde bis Anfang des 19. Jahrhunderts noch bei
Stadtpfeifern oder Turmbläsern verwendet.
Durch das
Bemühen, die Musik des Mittelalters möglichst in ihrer originalen Klanggestalt
aufzuführen, finden diese schon fast vergessenen Instrumente bei der Landshuter
Hochzeit wieder ihre berechtigte Verwendung.